Detox

5-Tage-Detox-Kur vom Genussreich – ein Selbsttest

Ich habe es ausprobiert: die vegane, kohlehydrat-arme, zuckerfreie, salzarme 5-Tages-Kur vom GENUSSREICH und ich möchte dir hier davon berichten. Aber fangen wir vorne an:

DETOX steht in großen Buchstaben im Schaufenster des neuen GENUSSREICHs in der Sieker Landstraße 116, direkt neben dem neuen Café Carva. ‚Catering‘ und ‚Kochevents‘ steht ebenso auf dem Schild des von außen sichtbar chic und klar eingerichteten Lädchens. Man erkennt einen großen einladenden Esstisch sowie eine moderne Küchenzeile. Was hat es damit genau auf sich? Durch ein Gespräch mit der Inhaberin Corinna Bertelmann finde ich heraus, wofür ihre Geschäftsidee steht und ihr Herz schlägt: gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Als gelernte Köchin entdeckte sie ihre Leidenschaft zur veganen Küche und bietet nun bei uns im Dorfe u.a. ihre ausgewogenen Detox-Kuren an. Individuell wählbar für 1 bis 5 Tage oder länger kann man sich zwischen Food-, Juice- oder der Mix-Kur entscheiden, die sich jeweils aus Frühstück, Mittag- & Abendessen, sowie Zwischensnacks und Smoothies zusammen stellen.

„Die Zusammenstellung ist vegan und arm an Kohlenhydraten. Gekocht wird mit vielen Kräutern, Currys und mit minimalem Zusatz von Meersalz. Es wird auf alle künstlich bearbeiteten Lebensmittel verzichtet. Produkte, die mechanisch (z.B. kalt gepresste Oliven) bearbeitet wurden sind erlaubt!“

Und was bringt das?

„In unserem Zeitalter von Fast und Convenience Food belasten wir täglich unseren Körper mit Konservierungsstoffen, Geschmacksverstärkern, Kristallzucker und Kochsalz. Unser Speiseplan und die Umsetzung sind nicht mehr natürlich und rein. Diese „toxischen“ Inhaltsstoffe belasten den Organismus, insbesondere das Verdauungssystem. Unser Körper ist immer bestrebt, die zugeführten Giftstoffe zu kompensieren und auszuscheiden. Ist dieser Prozess gestört, kommt es zu Einlagerung von Stoffwechselendprodukten im Darm, die Unwohlsein, schnelles Ermüden oder sogar chronische Verdauungsprobleme verursachen können.“

Nach dem Gespräch wird mir klar, das möchte ich ausprobieren. Bisher hatte ich noch keinen Anlaß, mich mit veganer Ernährung zu befassen. Es schien mir einfach zu umständlich, zu unflexibel, zu vorurteilsbehaftet. Ich finde den Ansatz spannend, dass mir meine Mahlzeiten komplett vorbereitet geliefert werden und ich mich quasi um nichts kümmern muß, außer zu genießen und mich gesund zu fühlen.

Ich bin weder vegan noch vegetarisch, ich esse gern Fisch und auch Fleisch, dies aber ausgesucht und so oft wie es geht vom Schlachter des Vertrauens. Bin Käse- und Schoko-süchtig, trinke Kaffee mit viel Milch und Zucker und esse jeden Tag Brot bzw. Brötchen, Pasta oder Kartoffeln. So. Und nun muß das alles für 5 Tage pausieren, damit sich mein Körper entgiften kann. Klingt nicht einfach, ich denke aber, ein Versuch kann nicht schaden.

Zur Kur-Vorbereitung braucht es nicht viel. Sinnvoll ist es, sich mit Soja-Joghurt und -Milch sowie Detox- oder Brennnessel-Tee und etwas Agavendicksaft auszurüsten. Jeden Tag zwei Liter stilles Wasser sowie drei Becher Tee trinken sind das Minimum. Der komplette benötigte Rest kommt mit der täglichen grünen Kiste vom Genussreich. In der Detox-Phase, eigentlich selbstverständlich, ist auf Kaffee, Alkohol und Zigaretten zu verzichten.

 

Der Tag davor
Es ist Sonntag Abend – meine erste Kiste bringt mir Corinna nach Haus. In den appetitlich verpackten einzelnen Gläsern sieht alles sehr ansprechend aus, am Liebsten würde ich alles gleich aufmachen und probieren.

Genussreich - Vegane Kiste

Aber noch geht es nicht los. Zum Abend gönne ich mir noch ein Bierchen, die Tage davor habe ich mit Pasta und viel Käse und Kaffee zugebracht und ab morgen heißt es dann Verzicht – oder ist es eher Genuss? Wir werden sehen.


Tag 1
Detox-Kur Tag 1
Der Tag beginnt recht früh, weil das Kind zur Schule muß. Zum besseren Start in den Tag gibt es während der Detox-Kur jeden Tag eine Ingwer-Minze-Essenz, die ich nach Belieben mit heißem Wasser aufgießen kann. Alternativ könnte ich auch heißes Wasser mit Zitrone nehmen.
Ich habe eine Woche Urlaub, was für mich die Kur etwas erleichtert. Aber die in den Gläsern portionierten Mahlzeiten bieten sich extrem gut an, sie auch zur Arbeit mit zu nehmen.

Nachdem alle aus dem Haus sind und etwas Ruhe eingekehrt ist, mache ich mich an mein richtiges erstes Frühstück: mit Wasser gequollene Haferflocken, Amaranth, Nüsse und Gojibeeren vermengt mit Apfel, Kaki, Heidelbeeren, einer Prise Zimt und einem Löffel Soja Joghurt. Geschmacklich wirklich toll, die Mischung von Obst und Zimt mit dem Joghurt – aber leider mochte ich noch nie weichere Konsistenzen wie Griesbrei, Milchreis, weiches Müsli und co und bekomme den Haferbrei nur schwer runter.
Aber kein Problem – ich informiere Corinna vom Genussreich, dass ich trotz aufrichtigem Versuch die Quell-Flocken weniger bevorzuge und sie verspricht mir die nächsten Tage Mais- und Reisflakes für das Frühstück vorzubereiten.

Den Zwischensnack greife ich mir gegen 11.30 h, denn ein leichter Hunger kommt auf. In dem Snack-Glas finde ich einen Rotkohlrohkostsalat mit Pinienkernen. Erstaunlich lecker. Schaffe aber nicht das ganze Glas und bewahre mir für später etwas auf.
Auf das Mittagessen freue ich mich bereits seit gestern Abend: gegen 13.00 h erwärme ich die Quinoa und das Gemüsecurry (aus Süßkartoffel, schwarzem Rettich und Schmorgurke), dazu gibt es Feldsalat mit schönem Senf-Dressing.

Zum Nachmittag genehmige ich mir den Beeren-Lassi, der recht üppig und lecker daher kommt, und demnach auch wiederum gut sättigt.

Der Abend gehört, nachdem die Kinder im Bett sind, ganz mir und meiner scharfen Kürbissuppe vom Butternut. Ein wenig Feldsalat ist auch noch vom Mittag übrig.

Den Apfel als Snack oder Nachtisch bekomme ich heute gar nicht mehr unter, der kommt dann morgen mit auf den Speiseplan.

Fazit erster Tag: Hungern muß ich überhaupt nicht, alles ist wirklich schmackhaft und wunderschön fürs Auge zubereitet. Sehr tolle Produkte, Qualität und Ingredienzen, auf die ich von alleine nicht gekommen wäre. Freu mich auf morgen.


Tag 2
Detox-Kur Tag 2

Heute wache ich mit leichtem Kopfdrücken auf. Vermutlich der Entzug vom Zucker. Das kenne ich bereits, habe ich mich doch vor wenigen Monaten schonmal 4 Wochen lang „entzuckert“ und komplett auf Industriezucker und unnatürliche Süße verzichtet. In der Zeit hatte ich die ersten zwei Wochen Kopfschmerzen. Irgendwie erschreckend, dass man hier tatsächlich von Entzug sprechen muß, aber auch toll zu merken, dass schon so wenig so viel mit dem Körper machen kann und der Effekt sofort spürbar ist. Ok. Der erste Kontakt am Tag gehört dem Ingwer-Minz-Extrakt. Später starte ich dann wie versprochen nicht mit Haferschleim, sondern mit Reis- & Mais-Flakes und Dinkel-Puffs, dazu Apfel, Orange, Heidelbeeren, wieder mit Zimt. Ich füge statt Sojamilch lieber Soja-Joghurt hinzu, damit es nicht so matschig wird 😉 1A-Frühstück!

Für zwischendurch habe ich heute Kohlrabi bekommen, den ich über den Tag verteilt weg-snacke.

Zu Mittag gibt es Linsen-Gemüse-Bratlinge mit rosa Spitzkohl und grüner Sauce, dazu ein bunter Tomatensalat. Da man mich mit Tomaten sehr glücklich machen kann und auch die Bratlinge in Kombi mit der Sauce ganz wunderbar harmonieren, war ich nach dem Mittagstisch sehr zufrieden und satt.

Am Nachmittag mußte ich mich etwas überwinden, den Ananas-Grünkohl-Mandelmilch-Smoothie zu probieren – die Vorstellung von Grünkohl hat mir leider den Hals etwas zugeschnürt – trotzdem kommt ein vorzüglicher Geschmack ohne Kohlaroma durch. Das Getränk erinnert ein wenig an Cuja Mara Split. Sehr füllend schaffe ich allerdings nicht die ganze Flasche.

Zum Abend gibt es ein Süppchen aus Möhren und Zucchini mit Ingwer. Suppe geht eigentlich immer und ist zum Abend schön leicht.

Fazit: Die latenten Kopfschmerzen begleiten mich den gesamten Tag, sonst vertrage ich die temporäre Ernährungsumstellung aber bisher gut. Kaffee-Jieper habe ich überhaupt nicht. Und: Grünkohl schmeckt eigentlich nach nix.

 

Tag 3
Detox-Kur Tag 3

Der Tag beginnt erneut mit dem Minze-Ingwer-Detox-Elixir. Nachdem ich mir dann später das nährende Flakes-Frühstück mit Kaki, Mango, Apfel und Himbeeren mit Joghurt zugeführt habe, gehe ich gestärkt zum Yoga. Yoga oder auch Pilates soll den Detox-Effekt unterstützen. Anschließend habe ich allerdings kräftigen Hunger, leider noch ein paar Termine und dummerweise meinen Obst-Zwischensnack zu Hause vergessen. Irgendwann hungrig endlich zu Haus mache ich mich direkt an die Erwärmung des Mittagessens: Gemüse-Curry aus Süßkartoffel, Fenchel und Pilzen mit Bulgur und Kichererbsen, dazu Rauke mit Senf-Dip. Das Curry vom Montag hat mir ein wenig besser gefallen aber die unterschiedlichen Variationen von Gemüse und Beilagen überraschen mich positiv.

Heute Nachmittag gibt es einen Mango-Rote Bete-Lassi und ich snacke das Obst vom Vormittag dazu (Kaki und Ananas).

Auf den Abend freue ich mich schon sehr: gebackene Tomatensuppe mit bunter Tomateneinlage → bis dato mein Highlight-Essen!

Fazit: Heute bin ich ziemlich müde über den gesamten Tag; liegt aber vermutlich auch an dem privaten Termin-Stress. Die Yoga-Session mildert die Kopfschmerzen sehr. Und: Tomaten for president! ☺


Tag 4
Detox-Kur Tag 4
Heute sind die Kopfschmerzen quasi weg. Viel Trinken hilft dabei auch sehr. Durch viel trinken ist der Gang zum Klo auch sehr regelmäßig.
Nach gelerntem Starter-Elixir und Frühstück mit Flakes, Joghurt und Obst kann der Tag beginnen.

Zum Mittag darf ich mir Falafelplätzchen mit Erdnussgemüse und grünem Salat kredenzen. Auch hier wieder der Abwechslungsreichtum, den ich beim Selberkochen sicher kaum zaubern könnte.

Über den Nachmittag sättigt mich ein grüner Smoothie, etwas Rotkohlrohkost und Snacktomaten.

Der Tag wird beendet von einer scharfen Kohlrabi-Pastinaken-Suppe. Vermutlich vom Kohlrabi habe ich ein wenig Magengrummeln am Abend, aber so merke ich auch, dass mein Magen etwas tut ☻.

Fazit: Bis auf den Abend fühlt sich mein Bauch viel aufgeräumter an als sonst, muss er ja auch keine schweren Dinge verarbeiten. Ein wenig Müdigkeit schwankt noch mit, ansonsten fühle ich mich fit. Langsam vermisse ich mein Frühstücksbrötchen. Aber sonst geht es mir sehr gut.


Tag 5
Detox-Kur Tag 5
Diesen Morgen wache ich nach nur 5 Stunden Schlaf auf (viel zu spät ins Bett gegangen und Kinder waren viel zu früh wach) und bin kaum müde! Ob das nun auf meine Schlaf-Aufwach-Phase zurückzuführen ist oder auf die Detox-Kur sei mal dahin gestellt. Um die frühe Uhrzeit tut das tägliche Ingwer-Extrakt sehr gut. Nachdem das gesunde Kind aus dem Haus ist lege ich mich trotz Wachheit mit dem kranken Kind erneut ins Bett und schlummere doch noch eine Runde.
Anschließend stärkt das Flakes-Obst-Joghurt-Frühstück für den weiteren Tag.

Nach Besorgungen und Erledigungen wende ich mich dem Mittagessen zu: buntes Ofengemüse mit gefüllter Paprika. Eigentlich gehört noch ein Salat mit Avocado dazu, das Gemüse ist aber so reichhaltig, dass ich den Salat für den Abend aufspare.
Ich spüre während der ganzen Kur-Tage nach relativ kurzer Zeit wieder Hunger; durch die vielen Mahlzeiten und Zwischensnacks ist das aber kein Problem, kann ich mir die Snacks und Überbleibsel frei über den Tag einteilen.

Zwischensnack ist heute eine tolle Kaki-Frucht und ein furchtbar leckerer Ananas-Kokos-Smoothie. Davon spare ich mir für’s Abendessen etwas als Nachtisch auf.

Fazit: Heute fühle ich mich von allen Tagen am Besten. Jetzt verstehe ich auch, warum Corinna eine 5-Tages-Kur empfiehlt. Die „Beschwerden“ der ersten Tage sind weg, mein Magen fühlt sich leicht an. Ich freue mich zwar auf ein ordentliches Käse-Brötchen am nächsten Morgen, möchte aber eigentlich auch nicht gleich den Effekt der letzten Tage durch ein Frühstück wieder zunichte machen.

 

Der Morgen danach

Das Aufstehen selber fällt mir wie immer schwer. Doch erstmal auf den Beinen bin ich schlagartig wach und munter (so auch die letzten Morgende) – das kenne ich so eigentlich nicht. Normalerweise sind die Knochen lange schwer und der Gang noch schleppend ;-).
Zum Frühstück erlaube ich mir endlich wieder ein buttriges Käsebrötchen. Auf Kaffee verzichte ich aber gerne noch einen Tag und mache heute noch mit Detox-Tee und frisch gepresstem Saft weiter. Ich muß ja nicht alles gleich wieder kaputt machen. Die Nudeln zum Mittag hätte ich mir im Nachhinein dann aber doch gern verkniffen, merke ich prompt den Unterschied des Magengefühls zu den Vorgängertagen. Doch nach kurzer Verdauungsphase kommt die Leichtigkeit zurück, der Körper scheint gestärkt aus der Kur heraus gekommen zu sein.

Leider konnte ich mich zum Vorher-Nachher-Test nicht wiegen, da wir keine funktionstüchtige Waage im Haus haben. Abnehmen war auch nicht mein Fokus bei der Kur, aber im Ganzen merke ich schon nach den 5 Tagen ein „leichteres“ Körperempfinden. Mein Augenmerk galt hauptsächlich der Annäherung an vegane und low carb-Kost und der „Reinigung“ des Verdauungsapparats. Dem geht es nun deutlich besser als vorher, habe ich doch sonst ab und an mit Magendrücken zu tun. Sicherlich werde ich ‚vegan‘ nicht dauerhaft aufrecht erhalten können und wollen, aber ab und an einen bewußteren Ernährungstag einzulegen sollte drin sein.

Wer keine längere Kur am Stück möchte kann auch z.B. wöchentlich einen Detox-Tag einführen. „So hat der Körper die Möglichkeit, sich regelmäßig zu reinigen und zu regenerieren, was sich positiv auf Organismus und Immunsystem auswirkt.“

Absolut überzeugend ist das Angebot durch die Komplettversorgung durch das Genussreich. Ich muß mich überhaupt nicht mit Menüplanung, Einkaufen und Zubereitung rumplagen. Und dabei kommt der Speiseplan so abwechslungsreich und abgestimmt daher. Das Konzept ist wunderbar geeignet, wenn…

– …du vegane Kost einmal ausprobieren möchtest.
– …du eine Diät oder Ernährungsumstellung starten möchtest und dich vorher gründlich „reinigen“ und darauf einstimmen willst.
– …du nach der Festtags-Schlemmerei deinen Magen etwas entlasten möchtest.
– …du dich gesund ernähren willst, aber keine Muße oder Zeit hast, selbst zu kochen.
– …du dir und deinem Körper etwas Gutes tun möchtest.
– …du neugierig und offen für Neues bist.

Essen ist Geschmackssache. Und auch wenn nicht unbedingt jede Komponente des Speiseplans mein Lieblingsessen war, bin ich tapfer dabei geblieben und wurde dafür reich belohnt. Ich habe mir einiges aus den letzten 5-Tagen herausziehen können, erfahre mich und mein Körpergefühl hinsichtlich Ernährung teilweise neu und verspreche mir selber, diese Erfahrung auch weiterhin für mich zu nutzen.

Vielleicht fühlst du dich ja auch angesprochen, eventuell hat dich mein kleiner Selbsttest angeregt, neugierig gemacht? Dann melde dich gern bei Corinna vom Genussreich, sie stellt dir dein persönliches Menü zusammen. Den Kontakt und weitere Informationen findest du >> auf ihrer Website << oder >> auf der Facebook-Seite des Genussreichs<<.