Workshop Aktivregion Alsterland

AktivRegion Alsterland – der Workshop

Vor Kurzem, genauer gesagt zum 13. Februar, wurden die Bewohner Großhansdorfs aufgerufen, an einem Workshop in der Schulmensa in Schmalenbeck teilzunehmen. Es ging im Groben darum, dass unser kleines Örtchen sich für eine Aufnahme in die >> AktivRegion Alsterland << bewirbt. Die Teilnehmer wurden angeleitet, innovative und nachhaltige Ideen für Großhansdorf zu erarbeiten. Die Ergebnisse des Workshops sollten aufzeigen, ob mögliche Ideen und Ziele für Großhansdorf der Strategie des AktivRegion-Konzeptes entspricht und ob somit einer Bewerbung zum Beitritt nichts im Wege stünde.

Was ist AktivRegion Alsterland?
Nachbargemeinden wie Ahrensburg, Bargteheide und Ammersbek sind bereits mittendrin. AktivRegion Alsterland ist ein Förderprogramm für den ländlichen Raum: Gelder werden an Mitgliedergemeinden vergeben, um kommunale Projekte und Ideen rund um Heimat, Freizeit, Kultur und Wirtschaft umzusetzen. >> HIER << findest du einige umgesetzte Projekte zum ‚Ins-Thema-Reinlesen‘. Unabdingbarer Teil des Konzeptes ist es, dass sich die Mitbewohner im Ort einbringen und aktiv beteiligen; Bürger jeden Alters und aus jeder Generation sind gefragt, Ideen mitzubringen, auszuarbeiten und gegebenenfalls umzusetzen – regionale Akteure wissen halt am Besten, welche sinnvollen und nachhaltigen Projekte ihren Ort nach vorne bringen. Natürlich bekommen sie professionelle Hilfestellung an die Hand: es wird ein RegioTeam zur Seite gestellt, welches Großhansdorf und seine Leute über den Förderzeitraum betreut.

Der Fragebogen vorab:
Dieses RegioTeam führte durch besagten Workshop. Ca. 30 Personen aus örtlichen Vereinen und Politik sowie Privatmenschen kamen zusammen. Dem „Arbeitsladen“, wie einer der Workshop-Teilnehmer das Treffen mit Augenzwinkern nannte, ging eine Fragebogen-Aktion voraus: 60 Bögen für einen besseren Einblick in die Stärken und Schwächen von Großhansdorf und zur ersten Ideen-Sammlung wurden im Vorwege an die Vereine der Gemeinde versandt (Heimatverein, Bürgerinitiative…). 17 Stück kamen ausgefüllt zurück und die Ergebnisse und Folgerungen wurden zu Beginn des Arbeitsladens präsentiert. Als Stärken wurden zum Beispiel genannt: gutes Schulangebot, hohe Wirtschaftskraft, hohes Potential für Naturerlebnisse und gute medizinische Versorgung. Folgende Schwächen traten zum Vorschein: wenig Ausbildungsplätze, keine Tourismusangebote, Parkplatzmangel, kein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl.
Diese Ergebnisse nutzten wir für die weitere Ausarbeitung der Themenfelder beim Workshop.

Ablauf des Workshops:
Die Runde der Teilnehmer wurde in vier Gruppen eingeteilt; man durfte sich je nach Interesse für einen der vier Themenschwerpunkte melden: BILDUNG – WACHSTUM & INNOVATION – KLIMAWANDEL & ENERGIE – DASEINSVORSORGE.

Workshop AktivRegion Alsterland

Ein Vertreter des RegioTeams wurde jedem Themenbereich zur Seite gestellt und gemeinsam erweiterten und ergänzten wir die themenspezifischen Stärken und Schwächen aus den Fragebögen; jeder durfte beim Brainstorming Ideen für Projekte einstreuen, gemeinsam wurden Fokus-Ideen, die zum Konzept der AktivRegion passen, formuliert. Ein Beispiel: Im Team WACHSTUM & INNOVATION betrachteten wir hauptsächlich mögliches Potential des Ortes hinsichtlich Tourismus, Naherholung, wie ziehen wir Menschen von außerhalb an, wie machen wir Großhansdorf für Außerheimische interessant. Ein Ansatz könnte sein, die weitreichend renommierte Lungenclinic als „unique selling point“ (wie es so schön heißt) zu nutzen und deren Programm zu erweitern sowie angrenzenden Wald für Gesundheitskurse zu nutzen, einen Waldlehrpfad einzurichten etc.

Die Gelder
Sollte Großhansdorf tatsächlich AktivRegion werden, so bekäme unser Ort pro Jahr eine Finanzspritze von 400.000€. Jedes zur Umsetzung freigegebene Projekt wird mit bis zu 100.000€ subventioniert; allerdings müssen in die Projekte je nach Art weitere Gelder seitens Gemeinde, Vereine oder Sponsoren einfliessen und können nicht zu 100% allein durch AktivRegion-Fördergelder gespeist werden. Innovative Ideen von Jugendlichen bekommen ein besonderes Augenmerk und werden laut RegioTeam gern auch ohne große Bürokratie mit bis zu 5.000€ unterstützt.

Wie geht’s weiter?
Die Ergebnisse des Workshops werden aktuell formuliert und zusammengefasst. Zum 28. April wird das Ganze dem offiziellen Entscheidungsgremium vorgetragen und am 24. Mai wird final entschieden, ob wir nun dabei sind oder nicht.

Scheinbar könnte es anschließend relativ zügig mit weiteren Events und Workshops weitergehen. Es wäre fantastisch, wenn sich bei Folgeveranstaltungen noch viel mehr Mitbewohner involvieren möchten und sich mit Ideen einbrächten. Das ist DIE Chance, zukünftige Projekte im Ort mitzugestalten und in Gang zu bringen. Wir sind gespannt und informieren dich hier umgehend, sobald wir weitere Informationen erhalten.